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Veranstaltungsbericht: LS STMK – Hitzeschutz und Best Practice

Nov. 6, 2026

24. September 2026 | 17:00–19:30 Uhr
WKO Steiermark, Körblergasse 111/113, 8010 Graz

Am 24. September 2026 fand die Veranstaltung „LS STMK – Hitzeschutz und Best Practice“ der VÖSI-Landesstelle Steiermark statt. Die Fachveranstaltung setzte den Themenkreis „Hitze- und UV-Belastung“ fort. Im Mittelpunkt standen in der Praxis umgesetzte Maßnahmen und Projekte sowie der interdisziplinäre Erfahrungsaustausch.

Begrüßung und Moderation

Die Moderation übernahm Ing. Wolfgang Rinner MSc. in Vertretung von DI Stefan Knappitsch, der krankheitsbedingt nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Fachliche Beiträge kamen aus der Arbeitsmedizin, der Baupraxis und dem kommunalen Gebäudemanagement.

Gesundheitstipps für heiße Tage

AMED Dr. Marieluise Hofer erläuterte die gesundheitlichen Belastungen durch hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung. Hitze erhöht den Energieaufwand des Körpers, beansprucht das Herz-Kreislauf-System und führt durch Schwitzen zu Flüssigkeitsverlust. Direkte Sonne kann zudem Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und das Risiko für Sonnenstich sowie Haut- und Augenschäden erhöhen.

Als wesentliche Schutzmaßnahmen wurden ausreichende Flüssigkeitszufuhr, leichte Ernährung, Pausen im Schatten sowie Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel hervorgehoben.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr an heißen Tagen – Dr. Marieluise Hofer

Best Practice aus dem Baustellenalltag

SFK Ing. Harald Rössl von PORR zeigte praktische Lösungen für Arbeiten bei Hitze und natürlicher UV-Belastung. Die Kombination aus hohen Temperaturen und schwerer körperlicher Arbeit kann Dehydration, Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfe, Hitzeschlag und ein erhöhtes Unfallrisiko begünstigen.

Die Maßnahmen wurden nach dem STOP-Prinzip betrachtet. Genannt wurden unter anderem Trinkwasser, geeignete Bekleidung, Kopfbedeckung, Sonnenschutzmittel, Sonnenbrillen und Kühlbekleidung, Pausen im Schatten, gekühlte Kabinen, mobile Beschattungen, kühle Pausenbereiche, angepasste Arbeitszeiten und Jobrotation.

PORR: Praxisbewertung von Hitzeschutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip

Praxisbeispiel aus dem kommunalen Gebäudemanagement

SFK Andreas Rumpler von der GBG Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH ergänzte die Veranstaltung mit Erfahrungen aus dem kommunalen Gebäudemanagement. Damit wurde der Themenkreis um Anforderungen aus dem Betrieb und der Betreuung von Gebäuden und Infrastruktur erweitert.

Rundgang durch die WKO Steiermark

Mag. Jörg Geister begleitete die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch die WKO Steiermark. Dabei wurden verschiedene Bereiche des Standorts besichtigt und allgemeine Einblicke in den laufenden Betrieb vermittelt. Für die Teilnehmenden bot sich dabei auch Gelegenheit für Fragen und einen kurzen Austausch.

Erfahrungsaustausch und Ausklang

Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung war der offene Erfahrungsaustausch. Umgesetzte Maßnahmen, Projekte und betriebliche Erfahrungen wurden gemeinsam diskutiert. Die Beiträge zeigten, dass wirksamer Hitzeschutz eine abgestimmte Kombination aus technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen erfordert.

Fazit

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Hitze- und UV-Schutz nicht mit einer Einzelmaßnahme erreicht werden kann. Entscheidend sind die systematische Gefährdungsbeurteilung, eine praxisgerechte Auswahl technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen sowie eine verständliche Information der Beschäftigten. Die Verbindung von arbeitsmedizinischen Empfehlungen mit erprobten Lösungen aus Bauwesen und Gebäudemanagement sowie der Rundgang boten einen unmittelbaren Praxisbezug.